Archiv der Kategorie: Kritisches zum BDY

Unlauterer Wettbewerb für Yogadienstleistungen

Unlauterer Wettbewerb im Yoga nimmt zu

Leider gibt es im Yoga keine heile Welt und Yogalehrer sind auch keine besseren Menschen als andere. Schlimm sind indes manche  Formen, die der unlautere Wettbewerb im Bereich von Yogadienstleistungen teilweise annimmt und der Umstand, dass viele  Yogalehrende scheinbar keine Grenzen für Ihr Handeln mehr erkennen. Die Kommerzialisierung und der überflutete Markt mit dem Konkurrenzdruck führen zu einigen Fehlentwicklungen. Dies merkt man besonders an den eskalierenden Übertreibungen, wozu Yoga alles gut sein soll.

Die Medien folgen diesem teilweise kompletten Schwachsinn, etwa wie hier bei „Brigitte“.

Abmahnungen von unlauterem Wettbewerb

Wir als Tripada Akademie gehen gegen unlauteren Wettbewerb im Bereich von Yogadienstleistungen vor. Das betrifft keine Bagatellfehler wie Impressum oder ähnliches, sondern folgende unfaire und irreführende Werbeaussagen:

  • Bezeichnung als „Diplom- Yogalehrer“ (falscher Titel, nicht erlaubt, Straftat)
  • Behauptung einer „staatliche anerkannte Yogalehrerausbildungen“ (gibt es nicht),
  • Bezeichnung als„staatlich anerkannte Yogalehrer“ (gibt es nicht)
  • Behauptung „nur unsere Ausbildung ermöglicht Ihnen, später als Yogalehrer von Krankenkassen und Volkshochschulen anerkannt zu werden und dort zu arbeiten“ (unwahr)
  • Behauptung „Yogatherapie hilft bei diesen und jenen Krankheiten“ (Verstoß gegen das Heilmittelwerbegesetz, wenn nicht ausreichend wissenschaftlich belegt)
  • Werbung für sogenannte „Yogatherapieangebote“ von Personen, die keine Erlaubnis zur Ausübung der Heilkunde haben  und damit die Gesundheit von Menschen aufs Spiel setzen (Verstoß gegen das Heilpraktikergesetz, Straftat)
  • Die Behauptung, Heilyoga /Yogatherapie und eine entsprechende Ausbildung seien staatlich und/oder von den gesetzlichen Kassen anerkannt (unwahr)

Der extremste Fall ist der Folgende: Ein bekanntes ehemaliges Vorstandsmitglied eines großen Yoga – Verbandes, der sich durch vorsätzliche Fälschung der Prüfungsordnung Vorteile für seine eigene Yogalehrerausbildung zu verschaffen suchte. Er hatte behauptet, nur die Ausbildung an seinem  Institut könne auf Grund einer exklusiven Anerkennung zu einem bestimmten Abschluß führen. Diese Unwahrheit  wurde allerdings vom Vorstand des  Verbandes über Jahre mitgetragen und auch die andere „anerkannten exklusiven Ausbildungsschulen“  profitierten bewusst von diesem Behinderungswettbewerb. Tatsächlich konnte nämlich nach den gültigen Statuten jede Ausbildungsschule eine entsprechende Ausbildung anbieten, ohne eine solche Anerkennung zu besitzen.

Helfen kollegiale Ansprachen?

Manche zeigen sich einsichtig, die meisten nicht. Eine freundliche kollegiale Aufforderung, die Rechtsverstöße zu unterlassen  führt in aller Regel leider zu nichts. Sie wird von den Verletzern vielmehr nur als Belästigung empfunden. Es steht ja auch kein Druckmittel dahinter. Man wird zuerst freundlich abgewehrt,  dann aufgefordert, sie gefälligst  in Ruhe zu lassen. Wird man nachdrücklich und fordert eine Änderung, endet das zu 99% in Aggression, Beschimpfungen und man solle sich um seine eigenen Sachen kümmern. Natürlich wird man auch seitenlang über die Yama und Niyama und die ethischen Grundsätze des Yoga belehrt.

Nur Abmahnungen helfen

Diese Personen reagieren nur auf eine Abmahnung vom Anwalt. Eine Abmahnung ist keine Klage, sondern eine verbindliche außergerichtliche Aufforderung, die unlautere Werbung künftig zu unterlassen. Mit dem strafbewehrten Versprechen, das Verhalten künftig zu unterlassen, ist die Sache dann preisgünstig  erledigt. Zu einer Klage kommt es nur, wenn die Person das Verhalten weiter fortsetzt. Zweifellos würde hier aber auch eine kollegiale Ansprache nichts bringen.

Der Abmahner verdient nichts daran

Entgegen der von abgemahnten Übeltätern im Netz verbreiteten Unwhahrheiten verdient man daran auch nichts. Im Gegenteil,man trägt  erhebliche Kostenrisiken und natürlich auch das Risiko von Verleumdungskampagnen und Rufschädigung durch die „Yogis“.

Beleidigungen, Gegenabmahnung wegen Bagatellen, Spamming als Antwort

Wir haben  mit „yogischen“ Gegenmaßnahmen zu rechnen, welche die Gesinnung der betreffenden „Kolleginnen“ offen legen. Neben beleidigenden und belehrenden Briefen über die Yogaethik sind folgene Verhaltensweisen beliebt:

  • die Täter stellen sich als unschuldige Opfer dar und verbreiten Gerüchte und Falschinformationen im Netz
  • Denunziationskampagnen bei Facebook
  • anonyme Haterposts in Social Media
  • Gegenabmahnungsversuche wegen Bagatellen

Scharlatane und Geschäftemacher

Kritische Diskussionen über diese Verhaltensweisen gibt es in der Scene so gut wie nicht. Kritische Diskussionen würden die kommerziellen Interessen gefährden. Seltsam ist auch der Korpsgeist der Yogascene. Die Leute, die wie oben benannt den

  • Ruf des Yoga schädigen,
  • den Verbraucher täuschen und sich
  • Vorteile auf Kosten ehrlicher Anbieter zu verschaffen suchen,

werden fraglos in Schutz genommen.

Auch der  oben zitierte große Berufsverband hat aus den Verfehlungen seiner Schäfchen keine Konsequenzen gezogen und sorgt auch nicht für Ordnung am Markt. Die benannten Verfehlungen trafen einen erheblichen Teil seiner Ausbildungsschulen.  Die berufsethischen Richtlinien sind demzufolge das Papier kaum wert, auf dem sie stehen. Da sich die Berufsverbände nicht nur nicht kümmern, sondern teilweise ebenfalls mitmischen, um sich und die eigenen Mitglieder im Wettbewerb optimal zu platzieren, also mit von der Partie sind, geschieht hier wenig.

Die Abmahnungen haben bereits Erfolg. Die benannten Verstöße nehmen deutlich ab.

Gerade im Bereich der zunehmenden Vertöße im Bereich der Yogatherapie (Heilpraktikergesetz) und Verstößen gegen das Heilmittelwerbegesetz werden wir durchsetzen, das Yogalehrende sich an Recht und Gesetz halten.

Es wäre deshalb zu wünschen, das  alle selbsternannten Yogatherapeuten ohne Heilberuf nun schnell ihre Angebote vom Netz nehmen, so das wir uns Abmahnungen sparen können.

Regressansprüche gegen unseriöse Ausbildungsinstitute?

Regressansprüche gegen die Ausbildungsinstitute, die den Betroffenen  suggeriert haben, sie dürften nach einer teuren Fortbildung zum „Yogatherapeuten“ Krankheiten behandeln, ohne Arzt, approbierter psychologischer Psychotherapeut oder wenigstens Heilpraktiker zu sein, würden wir den Geschädigten empfehlen.

Denn merke: Regeln und Gesetze gelten auch für Yogalehrende.

Tripada Akademie bleibt umsatzsteuerfrei

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Nach 9 Jahren Auseinandersetzungen mit dem Finanzamt ist der Rechtsstreit endgültig für uns entschieden worden.

Nachdem zunächst das Finanzgericht in Düsseldorf Ende 2013 die Steuerfreiheit bestätigt hatte, versuchte das Finanzamt durch eine Nicht-Zulassungsbeschwerde das Urteil zu kippen. Dies war jedoch vergeblich, denn der BFH wies dieses Anliegen zurück.

Trotzdem weigerte sich das Finanzamt weiterhin, dem Urteil zu folgen und versendete auf Schätzungen basierende Steuerbescheide für mehrere Jahre über Summen in 5 stelliger Höhe. Sodann wurde noch eine Umsatzsteuersonderprüfung angeordnet und durchgeführt.

Die Prüfung bestätigte jedoch die Tatsache, das die Besteuerungsgrundlagen sich nicht geändert hatten.

Unmittelbar danach wurden alle Umsatzsteuerbescheide auf “ 0 “ korrgiert. Damit ist die Tripada Akademie mit allen Kursen und Ausbildungen steuerfrei.

Die Auseinandersetzung hat über lange Jahre viel Kraft, Energie und Zeit gekostet. Der BDY hatte sich übrigens, als wir noch Mitglied waren, jeglicher Unterstützung verweigert und auch unsere Expertise zu dem Thema zurückgewiesen.

Nach Auffassung der Tripada Akademie sind sowohl Leistungen
der Primärprävention als auch Yogaunterricht nach den Kriterien des europäischen – für Deutschland verbindlichen- Umsatzsteuerrechtes steuerfrei zu stellen.

Kritisches zum BDY

Liebe Leser

der sogenannte  und selbsternannte „Berufsverband der Yogalehrenden in Deutschland“ erscheint manchen als „offizielle Vertretung“ des Yoga in Deutschland.

Die erste Irreführung – die Namensgebung

Dies suggeriert schon die irreführende Namensgebung. Es existieren jedoch noch viele andere Yogalehrerverbände, und der BDY vertritt keinesfalls alle Yogalehrenden in Deutschland. Schon laut Satzung vertritt der Verband  nicht die berufsständischen Interessen aller Yogalehrenden, sondern nur die der eigenen Mitglieder.

In der Öffentlichkeit, gegenüber Medien und Krankenkassen, aber auch bei Yogalehrenden wird hingegen gerne der Eindruck einer quasi „offiziellen“ Vertretung der Yogalehrenden hervorgerufen, und viele fallen darauf herein, wie uns immer wieder berichtet wird. So nehmen viele  an, es habe Vorteile für die Berufsausübung, in diesem Verband zu sein oder es sei sogar erforderlich, um als Yogalehrer zu arbeiten oder von den Kassen anerkannt zu werden. Wir haben seither den BDY  selbst und BDY – Schulen mehrfach abmahnen müssen, die mit  dreisten falschen Behauptungen unverblümt für ihre Ausbildungen geworben haben, wonach es ein „Muss“ sei, zu einer BDY- Schule zu gehen (mit der schwerfälligen und extrem teuren 4- Jahresausbildung und oft hinduistischer Prägung). Das ist nicht der Fall.

Ich war selber 13 Jahre dort Mitglied und hatte absolut gar nichts davon, von einer kleinen Betriebsberatung ohne besonderen Nutzen einmal abgesehen. 1998 verzichtete ich bewusst auf den Titel eines BDY- Yogalehrers, weil ich keinen Sinn darin sah, für die Anwesenheit eines Verbandsvertreters während der Prüfung der „anerkannten BDY Ausbildungsschule“ horrende zusätzliche Gebühren zu zahlen. Ich habe diesen Titel danach auch nie benötigt und trotzdem eine erfolgreiche Schule aufgebaut.

Als ich naiv und gutgläubig  ab 2009 die Unterstützung des Verbandes gesucht habe – sei es in Fragen der Umsatzsteuer oder der Aufnahme einer Ausbildungstätigkeit – gab es statt Unterstützung nur Ärger bis zur aktiven Behinderung meiner Tätigkeit, da ich den Interessen der Player des Verbandes wohl im Wege war.  Und dieses Interesse entspricht den wirtschaftlichen Interessen der bestimmenden Mitglieder, die „anerkannte Ausbildungsschulen“ in privater Regie betreiben und den Markt beherrschen möchten.

Die zweite Irreführung – der BDY bildet nicht aus und bietet keine  Ausbildung an, er vergibt nur Zertifikate

Viele nehmen an, das der  BDY – Yogalehrer ausbilden würde. Nun ist es aber so, dass der  BDY seit 2006 selber gar keine Yogalehrer mehr ausbildet. Der Vorstand hat 2006 in einer einsamen Entscheidung ohne Befragung der Mitglieder entschieden, das diese wichtige und gewinnträchtige Aktivität nur noch von privaten Schulen (unter anderem der des Vorstandes selbst ) ausgeführt werden sollte, da der BDY seine sogenannte historische Aufgabe im Bereich der Ausbildung erfüllt habe. Hierbei ist zu beachten, das damit der zentrale Satzungszweck des Verbandes ohne Befragung der Mitglieder aufgegeben wurde, was vereinsrechtlich aus unserer Sicht gar nicht geht. Fakt ist jedenfalls, das der BDY seit 9 Jahren keine Yogalehrer mehr ausbildet. Dabei behauptet er bis heute fälschlich in BDY- Zertifikaten, er habe an der Ausbildung von Absolventen mitgewirkt, obwohl er dies gar nicht getan hat. Der Titel „BDY Yogalehrer“ wurde vom Vorstand vor einigen Jahren als eine eingetragene Marke registriert. Eine Marke dient dem Zweck, die Herkunft von Produkten zu kennzeichnen. Auch hier liegt eine Irreführung vor. Der BDY bildet nicht aus und wirkt auch an Ausbildungen nicht mit. Er vergibt nur ein Label. Es ist dann eben nicht mehr erkennbar, das die Ausbildungsschule nicht der BDY ist.

Die dritte Irreführung – keine einheitliche BDY – Ausbildung

Eine weitere Täuschung der Öffentlichkeit besteht in der Behauptung, es gäbe eine einheitliche BDY – Ausbildung. Wenn es eine solche jemals gab, dann die vom BDY früher selber angebotene. Seit 2006 gibt es sie sicher  nicht mehr. Zwar gibt es die sogenannten BDY – Rahmenrichtlinien, die eine Ausbildung über 4 Jahre und 730 Stunden nahelegen. Hierbei sind lediglich einige Fächer und Stunden aufgeführt, aber keinerlei detaillierten Inhalte. Innerhalb des BDY existieren  völlig verschiedene Yogaschulen und Yogaansätze oder sogenannte „Traditionen“, von Vini Yoga über Sivananda Yoga und Astanga Yoga bis hin zu Kundalini Yoga. Eine einheitliche Ausbildung in diesen divergenten Yogasystemen ist faktisch ausgeschlossen. Die Behauptung, wonach sich diese Ausbildungen alle einheitlich gestalten und nur in einigen „Wahlfächern“ unterscheiden würden, ist demzufolge falsch. Der gemeinsame Nenner sind lediglich die Stunden und Fächerangaben ohne jede einheitliche inhaltliche Ausgestaltung.

Die vierte Irreführung – BDY als Anbieter 

In seinem öffentlichen Auftritt vermittelt der BDY zumindest den Eindruck, er würde weiterhin eine eigene und einheitliche Yogalehrerausbildung anbieten. Man sieht auf der Webseite sehr viel Werbung zu diesem Thema. Das gesamte Ausbildungswesen wurde jedoch, wie schon gezeigt, vollständig privatisiert, so dass der BDY nur mehr als „Lizenzgeber“ und „Marketingzentrale“ fungiert. Broschüren, Flyer, eine Liste „unserer“ Schulen und verschiedene andere Leistungen für diese Ausbildungen werden den Kunden angeboten. Zwar wird auch mal von einer „Zusammenarbeit“ gesprochen, aber der Eindruck eines eigenen BDY – Angebotes ist eindeutig gegeben. Auf google wird ständig mit bezahlten Adverts – Anzeigen für diese Ausbildungen geworben. Man spricht von „unseren Schulen“ . Diese Schulen gehören jedoch nicht dem BDY, sondern sind private wirtschaftliche Unternehmen. Diese haben Kooperationsverträge mit dem Vorstand abgeschlossen.   Interessant daran ist, das die privaten Ausbildungsschulen, die Lizenz zur Nutzung der eingetragenen Marke völlig kostenlos erhalten, obschon diese doch einen erheblichen Marktwert hat. Üblicherweise fallen für die Nutzungsrechte erhebliche Gebühren an. Verzichtet man auf diese Gebühren, bevorteilt man einige Mitglieder wirtschaftlich und schädigt das Verbandsvermögen. Das Gleiche gilt für die umfangreichen kostenlosen Leistungen aus Verbandsmitteln für diese privaten Unternehmer.

Die fünfte Irreführung – das Privileg anerkannter Ausbildungsschulen

Der größte Clou besteht sicher in dem Umstand, dass seit Jahren der Eindruck erweckt wurde, nur ganz bestimmte Schulen dürften nach den Rahmenrichtlinien des Verbandes ausbilden. Nun sind diese Rahmenrichtlinien ein Allgemeingut und ein jeder kann nach diesen Richtlinien eine Ausbildung anbieten. Mit der Privatisierung einher ging aber das erfolgreiche Unterfangen, sich durch Verträge des Vorstandes (unter anderem der Vorstände mit sich selbst!) mit einigen Ausbildungsschulen den Anschein exklusiver Rechte zu sichern. Nach außen wird seit vielen Jahren der falsche Eindruck vermittelt, das diese privilegierten Vertragspartner der BDY Vorstände einem strengen Auswahlverfahren unterliegen würden und in einem transparenten und demokratische Prozess ausgewählt worden wären. Und nur diese Schulen wären deshalb aus Qualitätsgründen zur Ausbildung berechtigt. Fakt ist aber, das  bis zum heutigen Tag jeder eine solche Ausbildung anbieten kann. Personen, die eine Ausbildung nach den Rahmenrichtlinien des BDY an einer beliebigen Schule absolviert haben- müsste nach der unverändert geltenden Rechtslage  im Verband – der BDY die Prüfung nach den Prüfungsrichtlinien des BDY abnehmen. Faktisch wird dieser Zugang  aber auf die sogenannten angeblich vom BDY anerkannten Ausbildungsschulen beschränkt. Diese Schulen sind jedoch nicht vom BDY anerkannt. Sie haben lediglich mit dem Vorstand einfache Kooperationsverträge abgeschlossen. Die Mitgliederversammlung hat weder an dem Privatisierungsbeschluss mitgewirkt noch hat sie diesem „Anerkennungsprozedere“ jemals zugestimmt. In der Satzung steht jedoch, das die MV  zu allen wichtigen Fragen zu konsultieren ist, was dieses Vorgehen verbandsrechtlich fragwürdig macht.

Die sechste  Irreführung – die „strengen Anerkennungsverfahren“

Vom Vorstand wurden nun – ohne den laut Satzung notwendigen Beschluss der Mitgliederversammlung  – nach und nach eine kleine Anzahl  von privaten Unternehmern  mit einer exklusiven „Anerkennung“  als sogenannte  „BDY Ausbildungsschule“ ausgestattet. Entgegen der verbreiteten Meinung handelt es sich hierbei  aber nicht um nach bestimmten strengen Regeln vorgenommene Zulassungsverfahren, die einer objektiven Überprüfung und Kontrolle zugänglich wären. Es sind schlichte Kooperationsverträge mit ein paar Selbstverpflichtungen auf die Rahmenrichtlinien und wenigen weiteren Vorgaben. Die Gremien und Verfahren wie die „Fachkonferenz Ausbildung“ oder vom Vorstand hierfür bezahlte Mitglieder, in denen diese Anerkennungen über die Jahre ausgesprochen wurden, waren immer vollkommen intransparent. Entscheidungsträger in diesen Gremien sind regelmäßig Personen mit eigenen wirtschaftlichen Interessen im Ausbildungsmarkt, also Inhaber von Ausbildungsschulen. Ein solcher Interessenkonflikt betrifft regelmässig den Vorstand.

Die Entscheidung über die sogenannte Anerkennung trifft am Ende der Vorstand, der somit selber über die Zulassung oder Nichtzulassung seiner eigenen  Mitbewerber entscheidet. Regelmäßig kommt es zu Selbstbegünstigungen, wie der derzeitige Vorstandsvorsitz, die den BDY sozusagen in „eigener Sache“ führt und die Ausbildung sich selber „anerkannt“ hat und auch gleich mit den Verbandsmitteln für sich in eigener Sache selber Werbung macht.

Der Vorstand hat sich  2013 geweigert, auf Anfragen von Mitgliedern die Verfahren der bisherigen Anerkennungen gegenüber den Mitgliedern in der Mitgliederversammlung offen zu legen oder Einsicht in die Unterlagen zu gewähren. Von vielen dieser sogenannten Anerkennungsverfahren von Schulen existieren  nach internen Informationen von früheren Vorständen  gar keine Unterlagen.

In Panik betrieb man lieber meinen Aufschluss, da ansonsten das ganze Ausmaß der Korruption offen geworden wäre.

Es wird massiv durch den Vorstand und die Geschäftsführung  gegen andere Mitglieder vorgegangen, die das Recht der Ausbildung auch für sich in Anspruch nehmen wollten.So konnte man den Markt unter sich aufteilen,  unerwünschte Konkurrenten bekämpfen und die Verbandsressourcen für die eigene Geschäftsentwicklung nutzen.

Die siebte   Irreführung

Fälschungen der Prüfungsordnung und unlauterer Wettbewerb

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Selbst vor Fälschungen der Prüfungsordnung schreckten führende BDY Funktionäre (langjährige Vorstandsmitglieder) nicht zurück, um Kunden zu „fangen“. So musste eben jenes Vorstandsmitglied einer sogenannten vom Vorstand „anerkannten“ Ausbildungsschule abgemahnt werden, welches 2006 die Ausbildung des BDY  zu seinen eigenen Gunsten beendet hatte.Er hatte auf der Webseite behauptet, die Prüfungsordnung des BDY schreibe vor, man müsse die Ausbildung eben bei einer vom BDY anerkannten Schule machen, also z. Bsp. bei ihm selbst. In diesem Verfahren wurden auch die einfachen Kooperationsverträge bekannt, die keinerlei Ähnlichkeit mit den angeblichen komplizierten und anspruchsvollen Zulassungsverfahren hatten. Zudem wurde bekannt, das der Vorstand sich für die sogenannten Anerkennungen nicht auf einen Beschluss der MV stützen kann.

Die achte Irreführung – Idealverband, Ehrenamt oder Selbstbegünstigung

Die Satzung verpflichtet die Mitglieder  auf „ehrenamtliche“ ideelle Tätigkeit, was die Förderung der wirtschaftlichen Interessen einzelner Mitglieder ausschließt. Wirtschaftliche Tätigkeiten neben den eigentlichen Satzungszwecken sind ausdrücklich verboten.  Die Satzung vermittelt somit den Eindruck ideeller und gemeinnütziger Zielsetzungen, was auch Grundlage der Steuerbefreiung von der Körperschaftssteuer  ist. Demzufolge sind Zuwendungen an die Mitglieder nicht erlaubt, wenn sie geringe Grenzen überschreiten. Wir haben nun schon gesehen, wie die selbstlosen Kämpfer für die Sache des Yoga den gemeinnützigen Verband für ihre privaten wirtschaftlichen Zwecke nutzen.

– die kostenlose Markenüberlassung
– umfangreiche kostenlose Werbung 
– ständige kostenfreie Google- Werbung

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– Utube– Werbevideos, kostenlos
– Präsenz auf yoga.de

BDY Ausbildung Webseite 2
– Flyer
– Tätigkeit der Geschäftsführer für Marken- und Produktentwicklung
– Ausrichtung von Seminaren zu Dumpingpreisen wie der „Qualitätstag“
– kostenlose Bewerbung von Seminaren in den Verbandspostillen
– direkte Zuschüsse für Supervisionen von bis zu 400,00 je Schulleitung

diese ganze Bandbreite umfasst die direkte wirtschaftliche Unterstützung

Was hat das mit einem Idealverband zu tun? Das ist  nichts als schamlose Selbstbedienung und Missbrauch von Steuermitteln und Beiträgen von Mitgliedern für privatwirtschaftliche Zwecke! Damit übernimmt der BDY umfangreiche kostenlose unternehmerische Teilleistungen für einige Mitglieder.

Die neunte  Irreführung – Wettbewerbsverzerrungen

Damit finanzierten und finanzieren Mitglieder über Jahre unwissend die eigenen Konkurrenten am Ausbildungsmarkt mit Mitgliedsbeiträgen, die für die Tätigkeit eines Berufsverbandes gegeben, jedoch  der eigentlichen ideellen Verbandsarbeit entzogen und damit zweckentfremdet wurden und sehen sich zudem auch noch einem Behinderungs-wettbewerb durch den eigenen Verband ausgesetzt.  Dies führt natürlich zu einer Wettbewerbsverzerrung zu Lasten anderer Mitglieder, die sich am Ausbildungsmarkt aus eigener Kraft positionieren und ihre Werbeaufwendungen etc aus eigener Tasche bezahlen.

Der freie Zugang für Mitglieder zum Ausbildungsmarkt wird behindert, wenn es um eine Ausbildung nach Richtlinien des BDY geht. Aber natürlich werden auch solche  Mitglieder behindert, die eigene Ausbildungskonzepte haben und nach anderen Kriterien ausbilden. Diese sind zwar Mitglied im BDY, stellen aber Konkurrenten für die Okkupanten des Verbandes dar, die ihr Ausbildungsmodell im Verband monopolisieren und über den Verband vermarkten.

Wir stellen einmal die These auf, das der größte Teil der BDY- Ausbildungsschulen innerhalb kürzester Zeit vom Markt verschwinden würden, hätten sie nicht eine kostenlose Marketingzentrale an ihrer Seite.

Die zehnte  Irreführung – Mitgliedschaft als Qualitätsnachweis?

Langfristig bleiben im BDY viele Personen als Mitglied, die keinen BDY Abschluss haben, sich aber von der Verwendung des Logos „Mitglied im BDY“ eine Imageverbesserung gegenüber den Verbrauchern versprechen. Personen mit einem BDY Titel werden zwangsweise im Jahr der Prüfung Mitglied und treten dann oft wieder aus. Der BDY stellt Personen ohne BDY – Titel ein Logo „Mitglied im BDY“ zur Verfügung. Dieses wird für die eigene Werbung verwendet und soll dem Verbraucher „Qualität“ suggerieren. Im Grunde ist dies ein Geschäftsmodell, mit dem viele Mitglieder ein Fake- Label kaufen  und dafür Geld zahlen. Auf den Mitgliederversammlungen sind diese Personen nicht vertreten und sie schweigen als Mitglieder 2. Klasse zu allem.

Auch dies ist auf Verbrauchertäuschung angelegt. Der Verbraucher denkt in der Regel, ein BDY Mitglied habe eine besonders gute Ausbildung. Dies ist jedoch nicht der Fall. Mitglied kann jeder werden, der eine Ausbildung über 2 Jahre und 500 Stunden hat.

Angaben über die Qualität dieser Ausbildungen sind über Dauer und Umfang hinaus nicht möglich. Zwar hat der BDY kürzlich eine Garantie über die angebliche Qualität dieser Ausbildungen gegenüber den Krankenkassen bgegeben – die behauptete detaillierte Prüfung der betreffenden Ausbildungen und Schulen hat jedoch niemals statt gefunden, wie sich bei der Anfrage eines Mitgliedes an den Vorstand herausstellte.

Fazit 

In Wirklichkeit ist der BDY  also  ein privater Verein, nicht mehr und nicht weniger. Er besitzt keine staatliche Anerkennung, weder national noch international. Auch führt weder die Mitgliedschaft noch die sogenannte „BDY Yogalehrerausbildung“ – die sehr lang und teuer ist-  ohne zusätzlichen staatlich anerkannten Grundberuf zur Zulassung bei den Kassen. Im Gegensatz dazu – und eben wegen dieser Ausrichtung der Tätigkeit des BDY als Marketingagentur für einige privilegierte Mitglieder findet eine berufsständische Vertretung der Yogalehrenden so gut wie nicht statt. 

Der BDY ist  demzufolge eher  ein als „Idealverein“ getarnter „Wirtschaftsverein“, der mit den von der Steuer befreiten Mitgliedsbeiträgen von 3600 Mitgliedern in erheblichem Umfang   die privaten Geschäfte von 40 Unternehmern  betreibt. Demzufolge kann er im Grunde nicht als Idealverein im Vereinsregister eingetragen sein und dürfte auch nicht, wie bisher, den Status eine steuerbefreiten Berufsverbandes geniessen.

Wir hoffen, das die Steuerbehörden und Registergerichte  diesen Missbrauch von Rechtsform und Steuermitteln für privatwirtschaftliche Zwecke bald erkennen und beenden.

Die wirklichen Verhältnisse im BDY werden gegenüber der Öffentlichkeit und den eigenen Mitgliedern  verschleiert. Nur so ist es auch zu begreifen, das der übergroße Teil der Mitglieder seine Beiträge für diesen Zweck hergibt.

Ich kann aus diesem Grunde nur allen Mitgliedern dringend anraten, diese Dinge zu überprüfen und dafür Sorge zu tragen, das die Mitgliedsbeiträge dem eigentlichen Verbandszweck zukommen.

Wir sind jahrelang vom BDY einem unlauteren Behinderungswettbewerb ausgesetzt gewesen, der auch vor der persönlichen Denunzierung gegenüber unseren Kunden nicht halt machte. Intensive Recherchen aus Anlass dieses Verhaltens- statt der erwarteten Unterstützung – haben diese Fakten nach 15 Jahren Mitgliedschaft ans Licht gebracht.

Man könnte dies noch fortführen … etwa über sogenannte „BDY Prüfungsgebühren“, die ihren Weg in die Kassen des Verbandes nicht finden…aber es soll hier genug sein.

Entscheidung des Landgerichtes Münster verbietet irreführende Werbung für angeblich „staatlich anerkannte Yogalehrerausbildung“

Entscheidung des Landgerichtes Münster (AZ 024 0 16/14) verbietet irreführende Werbung durch Yogaschule als „staatlich anerkannte Yogalehrerausbildung“

In einer aktuellen Entscheidung hat das Landgericht Münster für Recht erkannt, das eine Yogaschule  nicht zu Wettbewerbszwecken die Ausbildung mit der Behauptung  bewerben darf, sie sei „als staatliche Aus- und Weiterbildung anerkannt“.

Die von einem Mitbewerber beanstandete Werbung stellte sich nämlich als irreführend im Sinne von § 5 UWG und deshalb als unlauter im Sinne von § 3 UWG  dar.  Gemäß §5 Abs. 1Z.1 UWG sind  insbesondere geschäftliche Handlungen als irreführend anzusehen, die unwahre Angaben über eine Dienstleistung enthalten. Als in diesem Sinne unwahr, nämlich inhaltlich unrichtig. hat das Gericht den Hinweis auf eine Anerkennung des angebotenen Unterrichts als„ staatliche Aus-und Weiterbildung“angesehen.

Wie zwischen den Parteien unstreitig war, gibt es als solche eine„staatliche Anerkennung“ für den Abschluss der Berufsausbildung zum Yoga-Lehrer nicht.

Entsprechendes wurde mit der Werbeaussage aber suggeriert. Diese nicht weiter erläuterte schlagwortartige Angabe deutet nach üblichem Sprachverständnis darauf hin, dass ein Ausbildungsergebnis in irgendeiner Form von  einer staatlichen Stelle als einem festgesetzten Standard entsprechend eingestuft wurde (vgl. auch BGH, Urteil vom 23.5.1984- anerkannter Kfz-Sachverständiger-,NJW1984,2365 f).

Angesichts des üblichen Sprachgebrauchs  konnte das Gericht insoweit nicht der Auslegung des Antragsgegners  folgen, mit der Formulierung „staatlich anerkannt“ werde  lediglich auf eine Umsatzsteuer-Befreiung  und eine Bildungsprämie hingewiesen.

Wenngleich möglicherweise  auch von  Interessenten derart spezielle Fragen bedacht werden, sei anzunehmen, dass jedenfalls  ein nicht unerheblicher Anteil der angesprochenen Verkehrskreise  ohne zusätzliche Informationen die Angaben nicht dahingehend versteht.

Mit dem lrreführungsverbot  werden nach Auffassung des Gerichtes nicht nur der Mitbewerber, sondern auch die Allgemeinheit geschützt.

Zudem hat das Landgericht das Vorliegen eines Wettbewerbsverhältnisses auch zwischen entfernten Yogaschulen im Bereich der Yogalehrerausbildung bejaht.

Die Tripada Akademie begrüsst diese Entscheidung als einen Schritt für den Verbraucherschutz im Bereich des Yoga. Leider herrscht hier trotz der Berufung auf die ethischen Werte des Yoga teilweise eine „Wildwest“ – Mentalität vor, die auch vor der Nutzung falscher Diplome nicht halt macht.

Die Tripada Akademie begrüßt die zentrale Zertifizierungsstelle der gesetzlichen Kassen

Pressemitteilung der Tripada Akademie und des Tripada Yogalehrerverbandes

BDY_Pressemitteilung: Kassen_ignorieren den praeventiven_Nutzen_von_Yoga

Liest man diese  Pressemitteilung des BDY, fragt man sich, wie realitätsfremd der gegenwärtige Vorstand der selbsternannten Vertreter aller „Yogalehrenden in Deutschland“ agiert. Die Kassen negieren den präventiven Nutzen von Yoga???

Seit  mindestens 14 Jahren fördern die Kassen Yoga im Bereich der Prävention nach § 20 SGB V.

Ist das dem BDY nicht aufgefallen?

Der BDY beschwert sich hier über etwas anderes. Er möchte seit Jahren für die kleine Gruppe seiner Mitglieder, die private Ausbildungsschulen unter dem Vereinslabel „BDY“ betreiben, Sonderrechte bei der Anerkennung durch die Kassen gegenüber allen anderen Anbietern erreichen. Das Problem besteht also nicht darin, das die Kassen den präventiven Nutzen von Yoga negieren würden, sondern das sich die Qualitätsansprüche der Kassen von denen des BDY an dieser Stelle unterscheiden.

Die  Tripada Akademie begrüsst die Einrichtung einer zentralen Zertifzierungsstelle durch die gesetzlichen Krankenkassen für die Prüfung von Angeboten  nach § 20 SGB V. Entgegen dem BDY unterstützen wir auch das duale Anforderungsprofil, welches einen staatlich anerkannten Grundberuf fordert neben einer Zusatzqualifikation im Bereich Yoga über 500 Stunden. 

Die Einrichtung einer zentralen Zulassungstelle  erleichtert den Anbietern nicht nur erheblich die Arbeit. Die Zertifizierung kann an einer zentralen Stelle vorgenommen werden. Sie ist bundesweit gültig und das Ergebnis für alle Kassen und Versicherten zugänglich.

Zudem werden aber in der Zukunft solche Angebote aussortiert, die bisher die Qualitätsanforderungen umgehen konnten.  Sie werden bei der nächsten Rezertifizierung fallen, wenn keine ausreichenden Qualifikationen nachgewiesen werden. Spätestens dann werden viele  Anbieter abgelehnt, die den Anforderungen nicht entsprechen, aber wegen lokaler Sonderbehandlungen  in den Genuss der Anerkennung gekommen waren. Dies dürfte auch viele BDY Yogalehrer treffen, denen der Grundberuf fehlt.

Die Tripada Akademie unterstützt die Bemühungen der gesetzlichen Krankenkassen um die Sicherung der Qualität in vollem Umfang.

Hierzu gehören für Yoga:

  • ein staatlich anerkannter Grundberuf in einem pädagogischen       oder gesundheitsbezogenen Bereich
  • eine Yogalehrerausbildung über 500 Stunden Präsenzunterricht
  • Vorlage eines Kurskonzeptes und Trainermanuals
  • die Schulung der Kursleiter auf die Kurskonzepte
  •  ein wissenschaftlicher Wirkungsnachweis und Evaluation

Eine “Aufweichung” der Zulassungskriterien lehnen die Tripada Akademie und der Tripada Yogalehrerverband ab. Im Gegenteil wird eine konsequentere Prüfung für wünschenswert gehalten. Die vom BDY geforderte Sonderstellung einer Zulassung  ohne staatlich anerkannten Grundberuf wird von der Tripada Akademie als sachlich ungerechtfertigt  zurückgewiesen. Das für Anbieter von Angeboten der Prävention aus Gründen der Qualitätssicherung grundsätzlich ein staatlich anerkannter Grundberuf und eine Zusatzqualifikation in der jeweiligen Interventionsmethode verlangt wird, ist ein grundlegendes Merkmal aller Angebote der qualitätsgesicherten Gesundheitsförderung. Es gibt keinen Grund, im Bereich des Yoga von diesen Grundsätzen abzuweichen.

Tripada Yogalehrer, die in der Gesundheitsförderung tätig und zertifiziert sind, haben  einen staatlich anerkannten Grundberuf. Dies gehört zu den Zulassungsbedingungen der auf die Gesundheitsförderung ausgerichteten Ausbildung.

Ein einheitliches Yoga existiert heute gar nicht mehr.

In der heutigen  “Vielfalt der Yogastile” finden sich nicht wenige  mit ausgesprochen esoterischem oder  “spirituellen” Charakter, denen es an der notwendigen weltanschaulichen Neutralität fehlt. 

Es  finden sich auch viele Yogarichtungen, bei denen die gesundheitlichen Gefahren den Nutzen überwiegen können. Hierzu zählen zum Beispiel Yogastile mit einem extremen körperlichen Übungsangebot, Leistungsdenken und autoritären Strukturen, die sehr weit verbreitet sind. 

Yoga kann erwiesenermassen auch schädlich sein. Yoga als mitunter martialischer Freizeitsport wie im Ashtanga Yoga oder als Religionsersatz wie bei den Vedantaschulen ist nicht zu verwechseln mit Yoga in der Prävention.

Diese Konzepte gehören in den Freizeitbereich der persönlichen Lebensgestaltung, sollten aber in der Gesundheitsförderung keine Berücksichtigung finden.

Auch im  BDY wird von vielen Mitgliedern  immer wieder der sogenannte „spirituelle“ Charakter des Yoga betont, wenn man auch gerne “säkular rüberkommen” möchte. Gerade aber verdeckte Missionierungen eines eigentlich religiösen Yoga- Verständnisses muss der aufgeklärte und säkulare Yoga in der Gesundheitsförderung entgegentreten.

Der BDY ist entgegen seiner Namensgebung zwar nicht wirklich der Vertreter der Yogalehrenden in Deutschland.  Er vertritt  laut Satzung  seine eigenen Mitglieder, von denen wiederum nur ein Teil einen BDY Titel innehat. Tatsächlich sind im BDY viele verschiedene Yogarichtungen vertreten. Er ist laut Eigenwerbung der einzige traditionsübergreifende Yogaverband und integriert eine Vielfalt von Yogarichtungen.

Viele Mitglieder verfügen nicht über einen staatlich anerkannten Grundberuf in einem sozialen oder pädagogischen Bereich. Ein Großteil der BDY Mitglieder hat zudem eine Ausbildung völlig unbekannter Herkunft. Mindestens ein Drittel der Mitglieder hat die Ausbildung bei einem anderen Institut und nicht beim BDY gemacht und verfügt demzufolge auch nicht über einen BDY Abschluss. Der BDY hat über diese Lehrgänge, ihre Ausgestaltung und Inhalte  keinerlei Kenntnis. 

BDY bildet keine Yogalehrer aus

Auch bildet der BDY seit Jahren seit 2006 keine Yogalehrer mehr aus.  Er hat vielmehr diese Ausbildungstätigkeit als Verein aufgegeben und privatisiert, eine Marke hierfür angemeldet und stellt die Markenrechte einer kleinen Gruppe von Mitgliedern und deren Ausbildungsschulen zur Vermarktung zur Verfügung.  Jede Stellungnahme des BDY ist deshalb auch unter dem Gesichtspunkt der Lobbyarbeit für diese  Gruppe von Unternehmern  zu betrachten, denen ein steuerbegünstigter Verein durch Übernahme unternehmerischer Teilleistungen zuarbeitet. Neben dieser steuer- und vereinsrechtlich  problematischen Konstruktion  einer Vermischung von Marktinteressen privater Unternehmer und steuerbegünstigter Vereinsarbeit   sind  die pauschalen Qualitätsangaben des BDY in Bezug auf die Ausbildungen für die Gesundheitsförderung  nicht belastbar. 

Die Ausbildungslandschaft der vom BDY autorisierten Ausbildungsschulen erweist sich als heterogene Vielfalt von Yogastilen und kann demzufolge keinen einheitlichen Inhalten in Bezug auf die Gesundheitsförderung unterworfen sein.

Eine einheitliche BDY – Ausbildung liegt gar nicht vor. Die vorgebliche Einheitlichkeit beschränkt sich auf Merkmale wie Fächer, Themen und Stundenanzahl.

Dieser einheitliche Charakter  ist schon deshalb auszuschließen, weil vollständig divergente Yogarichtungen protegiert werden. Eine generelle Eignung  in fachlicher, methodischer und didaktischer Hinsicht eines nicht existenten “BDY Yoga” für die Gesundheitsförderung kann deshalb nicht angenommen werden und ergibt sich auch nicht aus der bloßen Länge einer Ausbildung.

Der BDY kann mit dem Ausbildungsangebot der von ihm unterstützten privaten Ausbildungsschulen oder mit einer Mitgliedschaft in diesem Verband die geforderte Qualität für Yoga in der Gesundheitsförderung nicht in einer Weise sicherstellen, das ein Verzicht auf das duale Profil gerechtfertigt wäre.

Dies wäre, wenn, nur über eine staatlich anerkannte, säkulare und auf die Gesundheitsförderung optimierte Ausbildung gerechtfertigt. Diese liegt beim BDY in keiner Weise vor. 

Seinen Mitgliedern und der Öffentlichkeit suggeriert der BDY schon seit Jahren, eine Art „offizieller“ und  fast staatlich „anerkannter“ Yogaverband  zu sein. Viele Mitglieder ohne den erforderlichen staatlich anerkannten Grundberuf erhoffen sich deshalb über die Mitgliedschaft im BDY den Zugang zu den Kassen. Diese Suggestion ist aber unzutreffend und stellt eine verfehlte Verbandspolitik dar.

Eine Sonderrolle für Personen, die einen vom BDY anerkannten Abschluss oder eine Mitgliedschaft im BDY vorlegen, und der Verzicht auf  das duale Anforderungsprofil, ist  sachlich nicht gerechtfertigt und wird von den Kassen auch zu Recht nicht unterstützt. 

Bei Personen mit einer staatlich anerkannten Grundausbildung und einer Zusatzqualifikation kann in anderer Weise als bei Personen ohne Grundberuf ein Grundwissen in Fragen der Gesundheit und der Erwachsenenbildung angenommen werden. Neben der dualen Grundqualifikation ist  auch größerer Wert auf die Kurskonzepte, die Trainermanuale und Kursunterlagen, die Schulung der Dozenten auf diese Konzepte sowie die Räumlichkeiten und deren Ausstattung  zu legen. Ausbildungen sollten zudem einen klaren konzeptuellen Bezug zur Gesundheitsförderung aufweisen und keine extremen Übungsformen transportieren.

Bedauerlicherweise finden heute immer  zu  viele Yoga – Angebote Anerkennung durch die Kassen, die diesen Anforderungen nicht gerecht werden.

Die zentrale Zertifizierungsstelle ist deshalb ein Schritt in die richtige Richtung.

Die Tripada Akademie und der Tripada Yogalehrerverband vertreten den Standpunkt, dass nur solche Yogaangebote von den Kassen gefördert werden sollten, die den Anforderungen und Zielen der Gesundheitsförderung gemäß dem Leitfaden der Spitzenverbände in vollem Umfang entsprechen.

Eine “Aufweichung” der Zulassungskriterien lehnen die Tripada Akademie und der Tripada Yogalehrerverband ab ebenso wie eine Sonderstellung des BDY.

Gegendarstellung an die Mitglieder des BDY (der Vorstand wurde anwaltlich aufgefordert, diese Stellungnahme an die Mitglieder zu versenden)

An die Mitglieder des BDY:

Fragen an den BDY und Gegendarstellung zur Einladung zur Mitgliederversammlung des BDY am 27. und 28.9.2013 sowie

I. Kritische Fragen an den BDY:

Ein Blick auf die Website unseres Verbandes zeigt, dass der Verband mit 40 anerkannten „BDY- Lehrausbildungsschulen“ kooperiert.

In unserem Verband herrscht daher mittlerweile eine „2-Klassen-Gesellschaft“, die in dieser Form niemals durch uns Mitglieder legitimiert und offensichtlich mehr oder weniger an den Mitgliedern vorbei, im BDY eingeführt wurde.

Hierzu gibt es keinen Beschluss der Mitgliederversammlung, obwohl nach unserer Satzung einen solcher Beschluss zwingend erforderlich wäre!

Ich möchte nicht, dass der BDY zu einem durch unsere Beiträge finanzierten Akquise-Verein für die 40 anerkannten „BDY-Lehrausbildungsschulen“ verkommt. Als BDY – Mitglied fordere ich Aufklärung über zum Beispiel folgende Punkte:

• Seit wann gibt es „40 BDY-Lehrausbildungsschulen“ bzw. „Kooperationspartner“? Ich fordere Aufklärung über die offensichtliche Einführung einer „2-Klassen-Gesellschaft“ im BDY durch die Anerkennung von „BDY-Lehrausbildungsschulen“ und Kooperation mit diesen ohne Beschlusslage der Mitgliederversammlung

• Ich fordere als BDY Mitglied die Offenlegung der Anerkennungsvoraussetzung der 40 „BDY- Lehrausbildungsschulen“ sowie die Offenlegung der jeweiligen Anerkennungen und Kooperationen. Insbesondere: Gab es Anerkennungen und Kooperationen, die „auf dem kleinen Dienstweg“ entschieden wurden?

• Wo bleiben die „BDY Prüfungsgebühren“? Diese Gebühren wurden und werden von sogenannten „anerkannten BDY Ausbildungsschulen“ erhoben, es werden jedoch keine solchen Prüfungsgebühren an den BDY abgeführt. Die sogenannten „BDY – Prüfer“ wirtschaften ebenso wie die Ausbildungsschulen auf eigene Rechnung.

• Geld an den BDY wird in keinem Falle abgeführt, weder für Prüfer, noch für Vorstellstunden, noch für Prüfungen, wie auch aus der Bilanz hervorgeht.

• Wieso werden seitens des BDY Anzeigen (insbesondere Google-Adwords Anzeigen) für die „anerkannten Lehrausbildungsschulen“ geschaltet? Auf welcher Grundlage werden Mitgliedsbeiträge für die Werbung für anerkannte Kooperationspartner verwendet?

• Warum wird der Vorstand aus Mitgliedsbeiträgen für dieselbe Tätigkeit entlohnt, für die ein Geschäftsführer eingestellt wird?

• Wie kommt es, dass der BDY Verwaltungsausgaben in Höhe von fast 100% hat?

II. Gegendarstellung:

Offensichtlich passen dem Vorstand des BDY meine unbequemen Fragen nicht.

Die Mitglieder wurden daher in der Vergangenheit schlicht falsch über das bisherige Geschehen informiert.

In der Einladung zur MV 2013 wird durch den Vorstand behauptet, der Vorstand habe sich seit Herbst 2012 mit einem „fortgesetzten den Verband schädigenden Verhalten“ durch mich auseinander zu setzen. Deshalb habe man „die im Rahmen der Satzung gegebenen Möglichkeiten“ eingeleitet. Damit wird auf den beabsichtigten Ausschluss hingewiesen.

Diese Darstellung ist unwahr. Das Gegenteil ist richtig!

Am 9.11.2102 wurde ich als Leiter der Tripada Akademie und als Mitglied des BDY durch einen Akt des unlauteren Wettbewerbs vom Vorstand des BDY ohne jeden Anlass angegriffen. Ich war mit einem Verhalten des Vorstandes konfrontiert, welches mich als Mitglied sowohl wirtschaftlich als auch in meinem Ruf geschädigt hat. Dabei ging es unter anderem um Schmähkritik und unwahre Behauptungen gegenüber meinen Kunden.

Der BDY – Vorstand wurde hierfür anwaltlich abgemahnt und verpflichtete sich mir gegenüber, derartige Äußerungen in Zukunft zu unterlassen.

Ich bin zudem nicht damit einverstanden, dass die für diese unerlaubten Handlungen und Gesetzesverstösse angefallenen Kosten von 750,80 € aus Verbandsmitteln bezahlt werden. Der Vorstand ist hierfür dem Verband ersatzpflichtig. Aus einer Mittelfehlverwendung droht zudem die Aberkennung der Steuerbegünstigungen zum Schaden des ganzen Verbandes.

Richtig ist, dass ich mich in der Vergangenheit mehrfach zu dem unter Punkt I) dargestellten Vorgehen kritisch geäußert habe. Dies hat der Vorstand als günstige Gelegenheit für ein Ausschlussverfahren verwendet, um sich auf diese Weise der Verantwortung und der Aufklärung entziehen zu können.

Ich fordere daher sämtliche Mitglieder des BDY auf, sich der Einführung einer durch ihre Mitgliederbeiträge finanzierten „2-Klassen-Gesellschaft“ im BDY entgegen zu stellen und meine Frage aufzugreifen!

Lassen Sie uns gemeinsam für den Erhalt der BDY e.V. in seiner bisherigen Form eintreten und verhindern, dass wenige „anerkannte Lehrausbildungsschulen“ unseren Verband für ihre Zwecke instrumentalisieren.

Für Rückfragen stehe ich Ihnen jederzeit zur Verfügung.

Ihr Hans Deutzmann

Mitglied im BDY e.V.

Zensur im Internet – schöne heile Yogawelt – M. Tietke schliesst mich aus kritischer Diskussion zum Thema Vegetarismus auf FB ausM. Tietke

Deutsch: Autorenfoto: Mathias Tietke (c) Stefa...
Deutsch: Autorenfoto: Mathias Tietke (c) Stefan Greitzke (Photo credit: Wikipedia)

Mathias Tietke, der „kritische Yoga Yournalist“,   hat heute morgen leider eine längere Diskussion zum Thema „Vegetarismus“ im Netz (für mich) gelöscht oder jedenfalls mich als Hauptbeteiligten davon ausgeschlossen. In diesem Thread hatte ich mich kritisch zu den Haltungen und einigen Überzeugungen von Veganern und Vegetariern geäussert. Ich wurde  daraufhin massiv  persönlich angegangen, und es wurden absurde Vergleiche von Menschen, die Fleisch essen, mit Vergewaltigern und Kannibalen angestellt. Tietke erläuterte, dass es früher Kannibalismus gegeben habe (heute nicht mehr), das man dachte die ErdeRde sei eine Scheibe. Die Diskussion wurde seitens Herrn Tietke immer mehr auf der persönlichen Ebene über Versuche der persönlichen Diskreditierung geführt. So wurde mir „Rationalisierung“ meines Essverhaltens vorgeworfen, es wurden Vergleiche mit mittelalterlichem Denken „“die Erde ist eine Scheibe“  vorgenommen, meine Argumentation „lasse tief blicken“ und ähnliche Psychologisierungen. Der Gipfel allerdings: Schließlich publizierte M. Tietke dann sogar vertrauliche Informationen aus einem privaten Mailwechsel zwischen uns. Ich hatte ihn hier um Rat gefragt und ihm einige Dokumente zukommen lassen. Diese privaten und vertraulichen Informationen wurden nun hier in der völlig anders gearteten Diskussion „verwendet“. Als ich dies als einen Vertrauensbruch bezeichnete, der privat unmöglich ist und bei einem Journalisten gar nicht geht, wurde der Thread abgeschaltet. Ich betrachte dies als einen autoritären Akt der Zensur. Da ich über meine Posts und schriftlichen Äußerungen die Urheberrechte habe, sehe ich es auch als Verletzung von Urheberrechten an. Zudem werden die Versuche, mich als Diskutanten mit einer kritischen Meinung zum veganen Totalitarismus persönlich zu diskreditieren, fortgesetzt. So behauptet Tietke, ich hätte die Diskussion „manipuliert“. Nun … sicher lässt sich die eigene Meinung ohne Widerspruch problemloser verbreiten, und über andere Menschen herziehen geht auch besser, wenn diese nicht dabei sind. Und so verhält sich ein „kritischer Jornalist?“ Wehe, wenn der Kritiker selber kritisiert wird. Dann hörts auf! Schöne neue Yogawelt! Von gegenseitigem Respekt ist man weit entfernt, trotz aller selbstpolierten Heiligenscheine. Wie sagt man so schön: Die größten Kritiker der Elche waren früher selber welche! 1. Ich erwarte hier eine Entschuldigung seitens Herrn Tietke, was die Verwendung vertraulicher Informationen in einer FB Diskussion betrifft. 2. Der Thread ist entweder für mich zugänglich zu halten oder zu löschen.